bedeutungslos
Und natürlich gibt es auch sie wieder, diese Tage. Voller Möglichkeiten, in Wahrheit aber sind sie Nichts. Nichts als reine, entleerte Aufarbeitung. Ermüdend. Sie bieten nichts Neues, sie können nicht viel, Überwindung und Freude waren gestern, Erfolg mäßig, Traurigkeit nicht echt. Sie sind wie der Abklatsch eines Tages, der etwas kann. Es sind die Momente vor dem Blatt Papier, auf das kein Wort seinen Weg findet. Sie sind das Versagen des eigenen Erfolges zugunsten … ja was eigentlich?
Auf der Stange zwischen den Erdtönen blitzt es blutrot. Ungetragen. Im Kasten stapelt sich die verräumte Beute eines kleinen Triumphes, unbesehen. In der Mailbox liegen double-bind Antworten, unbeachtet. Es sind noch immer so viele Impulse, die etwas machen, ohne dass ihnen begegnet werden könnte.
Nichts zu vermissen, nichts zu beklagen, nichts zu bereuen. Nicht erholt, viel zu viel offen. Die Versuche, etwas zu schließen und zu begegnen, vergehen in jämmerlicher Bemühtheit. Dafür stinkt es unerträglich nach kaltem Rauch und Versagen. Einsehen, was einfach alles nicht geht. Womöglich nie gehen wird. Vielleicht der einzige Weg zu mehr Kontinuität.
Es wäre Freitag der Dreizehnte, ließe sich sagen. Oder – ist nicht vielleicht auch gleich noch Vollmond?
[Und da draußen irgendwo tobt ebenso bedeutungsloses Leben.]
Jawoll.

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