aufgeräumt
Warum tut man die Dinge, die man tut?
Gelaufen.
*
Der Boden gibt weich nach, unter den Füßen, unter dem Gewicht. Weich bleiben die Bewegungen. Sanft der Ton im Ohr. Die Knie schmerzen nicht, diesmal. Das Tempo bleibt verträumt. So viele Stunden davor. Ich kann sie nicht leugnen.
*
Sein Geruch haftet noch an mir. Eine Umarmung, ein verletzter Blick. Und eine beglichene Rechnung.
Heute weiß ich um den Preis Bescheid, der zu bezahlen ist. Der immer zu bezahlen ist. Jeder Moment der Nähe, jeder Moment des zugefügten Leids. Fühlt sich gerade nichts als gerecht an. Du hast ja keine Ahnung, wie wenig das in Wahrheit ist. Du weißt ja nicht, wie gewaltig die anderen Geschichten sind. Ein Schluck Rotwein perlt noch in dem Glas vor mir über den Rand, auf dem Tisch. Ich wusste, was es mich kosten würde. Ausgetrunken. Aufgemacht. Die Waffen liegen schon wieder auf dem Tisch. Was hast du mir entgegenzusetzen? Tut es mir leid, bereue ich? Nein. Zu richtig ist es, in dieser Logik. Zu viel ist offen geblieben, auf zu vielen Seiten. Auch auf deiner. Sich daraus langsam freizukämpfen, nichts als notwendig. Sich dafür schuldig fühlen wäre absurd.
Wie das alles weitergehen soll? Ich habe keine Ahnung. Was ich glaube, was das alles zu bedeuten hat? Ich habe keine Ahnung. Es wird sich zeigen. Es wird sich zeigen, wer was daraus macht. Wer was daraus machen kann. Vielleicht wird der Preis, der zu zahlen ist noch größer. Zu hoch? Vielleicht. Vielleicht wird es aber auch ganz anders sein.
Ich wollte dir nicht weh tun. Nein, natürlich war es nicht bedeutungslos. Ich habe keinen bedeutungslosen Sex. Es gibt mich nicht halb. Wird es nie geben. Nein, ich kann und werde dir auch nicht erzählen, dass es bedeutungslos war. Und ich werde sehen, was du daraus machst. Ich werde sehen, was ich daraus mache. Ich war und bin bereit, die Zeche zu zahlen. Bist du das auch?
*
Dieser Ort. Wird der meine bleiben müssen.

Eine Antwort schreiben