befremdet
„Hast du kurz Zeit für UNS?“
Natürlich ging ich schließlich mit. F. sprach viel. Wie immer ohne direkt etwas zu sagen.
Und ich? Ich ging schlussendlich zum ersten Mal in meinem Leben, ohne mich zu verabschieden, schlich mich erhobenen Hauptes hinaus, in die Nacht, um gut gehen zu können – und die Dämmerung flüstert mir jetzt schon zu:
„Es folgt ein neuer Tag…“
*
Am Vorabend sagte B. nach den wenigen Sätzen, die ich seit längerer Zeit über F. und mich zu verlieren hatte noch mit erstauntem Blick:
„Er hat dir ja wirklich das Herz gebrochen!„
*
„Ich hasse eure Männerbündnisse, ich hasse es dich mit deiner Freundin zu sehen, so nett, so unschuldig, ich hasse eure Fassaden und das eisige Schweigen, in das ihr mich gezwungen habt, ich hasse deine Feigheit und die Separation, die Exkludierung, die ihr damit betrieben habt“ – „Du warst aber für mich nie ein Opfer und ihr wart in meinen Augen kein Paar“ – „F. hat mir zugesehen, während ich geweint habe, was du nicht einmal bemerken wolltest. Ich war Opfer eurer Vorstellungen und meiner Vergangenheit und es wird erst vorbei sein, wenn du wenigstens einmal den geballten Haß, der durch euer erzwungenes Schweigen entstand, zugelassen hast“ Endlich. Ich muss nicht mehr Schweigen. Ihr verliert eure Macht über mich!

[...] kann ausgerechnet er mir sagen, was ich tun muss? Was ich ihm zumute, wenn ich an dieser Stelle nur affektiv reagieren [...]
aufgelöst « selbstversuche schrieb dies am 21. Juni 2009 um 17:14 |