und wieder ein abschied.
Menschen und Tiere sind in vielen Dingen nicht so unterschiedlich.
Noch in der Nacht hat der verbliebene junge Kater die uralte Katze attackiert. Die Alten, Schwachen, Unterlegenen werden in die Schranken gewiesen, ihnen wird der Lebensraum entzogen und auf ein Minimum reduziert, sie werden entgültig entmächtigt und ausgegrenzt. Sie halten den Verbund auf, sind eine Gefahr für die Gruppe, weil eine Gruppe immer nur so stark sein kann, wie ihr schwächstes Glied.
Diese letzte Attacke genügte endlich, um ihr die letzte Kraft zu nehmen, die Schmerzen eindeutig die Oberhand gewinnen zu lassen – und eine Entscheidung unaufschiebbar zu machen und die wahre Verantwortung anzunehmen.
Mit ihr starb heute ein langer Teil meiner Geschichte durch eine Spritze ins Herz [sic!] in meinen Händen, sie begleitete mich nahezu zwei Drittel meines bisherigen Lebens.

Frühjahr 1989 – 20. März 2008
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Auf der Rückfahrt von der Tierklinik passierte noch ein schwerer Unfall – eine sehr junge und sehr schöne Autolenkerin überfuhr einen Passanten, der nach dem Bersten der Windschutzscheibe durch die Heftigkeit des Aufpralls regungslos am Boden liegen blieb.
Surrealität ist der einzige Begriff, der mir manchmal zu meinem Leben einfällt.

[...] Schuhspitzen ausbreitet (-25). [..] Auf Knien die eingetrockneten Tatzenabdrücke abschrubben, die das Tier in seiner Panik flächendeckend im ganzen Raum verteilt hat, während es mir mehrfach wiederkehrend [...]
synästhetisiert « selbstversuche schrieb dies am 6. Mai 2009 um 00:02 |