sprachlos

Es gibt da etwas. Das habe ich niemandem erzählt. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Zunächst und Zumeist hatte mir mein Verstand bewiesen, dass er tatsächlich zur völligen Verdrängung befähigt ist.
Dann war es plötzlich wieder da. Das erste Mal ein paar Wochen später. Dann hatte ich Träume. In denen sich so einiges vermischte. Zwei Situationen. Mit einer Distanz von 16 Jahren.

Irgendwie nicht direkt vergleichbar. Aber irgendwie auch schon. Wenn sich Vor-Stellungswelten in die Quere kommen. Und zumindest eine(n) der Beteiligten am völlig falschen Fuß erwischen.
Überfordert. Hilflos.
Sich selbst ausgeliefert.
Und den anderen Vorstellungen.
Und dadurch entgleist die Situation.

Und wenn aber das eigene Verhalten dadurch womöglich auch nicht völlig eindeutig interpretierbar bleibt. [Und man sich dessen im Nachhinein noch dazu durchaus bewusst ist.]

Dann bleiben nicht viele, mit denen man sprechen könnte.

Denn wer kann dazu schon etwas Sinnvolles sagen? Oder gar Hilfreiches? Oder auch wenigstens nur Nichts?

Und dann kann es aber passieren, dass der richtige Knopf aktiviert wird. Und es plötzlich einfach wieder hochkommt.

Und in dem Moment spürt man, wie da immer noch diese Wunde klafft..

Und sitzt da. Mit sich.

~ von psewdonima am 13. Dezember 2006.

5 Antworten to “sprachlos”

  1. [...] immer wieder aufs Neue durch? Immer wieder durch diese elenden Alpträume [. . . . . . . . . . . . .], wie auch heute wieder, aus denen aufzuwachen kaum möglich ist? Die mich aus der Nacht in den Tag [...]

  2. [...] “Ich hasse eure Männerbündnisse, ich hasse es dich mit deiner Freundin zu sehen, so nett, so unschuldig, ich hasse eure Fassaden und das eisige Schweigen, in das ihr mich gezwungen habt, ich hasse deine Feigheit und die Separation, die Exkludierung, die ihr damit betrieben habt” – “Du warst aber für mich nie ein Opfer und ihr wart in meinen Augen kein Paar” – “F. hat mir zugesehen, während ich geweint habe, was du nicht einmal bemerken wolltest. Ich war Opfer eurer Vorstellungen und meiner Vergangenheit und es wird erst vorbei sein, wenn du wenigstens einmal den geballten Haß, der durch euer erzwungenes Schweigen entstand, zugelassen hast” Endlich. Ich muss nicht mehr Schweigen. Ihr verliert eure Macht über mich! [...]

  3. [...] mischt sich mit den planlos verzweifelten Gedanken. Wie konnte das wieder kommen? Wie soll sich das je auflösen können? Wie kann ausgerechnet er mir sagen, was ich tun muss? Was ich ihm zumute, [...]

  4. [...] auf zu denken, diese Nacht wäre das Problem gewesen. Ich bin immer davon ausgegangen, dass solche Dinge unter Menschen [...]

  5. [...] waren es meine (Be-)Drohungen, mit denen ich jedes Kennenlernen unmöglich gemacht habe, dann seine ultimative Gegenwehr. So sind wir uns nichts – und alles – schuldig geblieben. So sehr gebunden, aneinander. So weit [...]

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